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Am 13. Dezember 1757 brannte der größte Teil der Häuser auf der Celler Fritzenwiese ab – angesteckt von den französischen Besatzern der Stadt. Dies war wohl das einschneidenste Ereignis während Celles kurzer erster 'Franzosenzeit' im Siebenjährigen Krieg.

Aber auch das alltägliche Leben in der vom Feind besetzten Stadt gestaltete sich schwierig. Nur selten können wir uns heute noch eine Vorstellung vom damaligen Leben machen, wie es uns das hier erstmalig vollständig veröffentlichte Tagebuch des Celler Garnisonsauditeurs Schowart erlaubt.

 

 

Befehl des Kriegskommissars Bernard Pontet vom 13. September 1757Das Tagebuch Schowarts wurde vom damaligen Celler Oberbürgermeister Otto Hattendorf bereits 1895 dem Bomann-Museum Celle geschenkt. Clemens Cassel nutzte es intensiv für seine groß angelegte 'Geschichte der Stadt Celle' (1930/34). Einige hauptsächlich heereskundlich interessante Auszüge wurden 1963 von Friedrich Schirmer, der bei der Neuordnung der Militärakten des Museums auf das Tagebuch gestoßen war, in der 'Zeitschrift für Heeres- und Uniformkunde' veröffentlicht. Zu einer Gesamtpublikation kam es in beiden Fällen nicht.

Die Idee, das Tagebuch nunmehr endlich der Öffentlichkeit im Druck zugänglich zu machen, entstand während der Vorbereitungen zu der im Jahr 2008 im Bomann-Museum Celle gezeigten Sonderausstellung "Nec Aspera Terrent – Hannoversche Militärgeschichte vom Siebenjährigen Krieg bis zur Schlacht von Langensalza." Der Band eröffnet gleichzeitig die neue wissenschaftliche Schriftenreihe 'Forschungen zur Hannoverschen Militärgeschichte' des Bomann-Museums.